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Carole Seborovski

Carole Seborovski, Pink Expanse / Silver Spheres, 2004, 2 Teile: Vinyl, Glas Perlen, Sand, Plastik, Holz
Carole Seborovski, Pink Expanse / Silver Spheres, 2004, 2 Teile: Vinyl, Glas Perlen, Sand, Plastik, Holz
  • Carole Seborovski, Pink Expanse / Silver Spheres, 2004, 2 Teile: Vinyl, Glas Perlen, Sand, Plastik, Holz
GALERIE KARSTEN GREVE KÖLN

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CAROLE SEBOROVSKI
 
"Carole Seborovski verbindet in ihrer Kunst zwei unterschiedliche Welten miteinander. Bei der einen handelt es sich um die Welt der konkreten Dinge, der greifbaren Oberflächen, die Welt, die über die Sinne wahrgenommen wird, indem man das Hier und Jetzt berührt und sieht. Die andere Welt liegt jenseits der sinnlichen Wahrnehmung - die spirituelle Welt, nicht greifbar, immateriell und geheimnisvoll.
Seborovski verschmelzt diese beiden Bereiche zu kleinen, sehr stark verdichteten Bildern und zu Zeichnungen, die etwas stärker ausgedehnt sind. Sie erschafft sinnliche, anspruchsvoll formalisierte und einfallsreich gestaltete Objekte, die durch eine poetische Metaphorik belebt werden. ... Obwohl die Arbeiten Ergebnisse einer höchst individualisierten Vorstellungskraft sind, ist Seborovskis Kunst im kunsthistorischen Sinn nicht als naiv zu betrachten, und es ist wichtig, auf eine Reihe sowohl traditioneller wie auch moderner Quellen hinzuweisen, die ihr Werk wesentlich beeinflusst haben. Zen und taoistische Kunst, afrikanische Skulptur, Brancusi, Mondrian, Hesse, Marden, diese und andere kunsthistorischen Echos verleihen Seborovskis Arbeiten zusätzlich beträchtliche Resonanz. Sie widmet sich auf äußerst scharfsinnige Art und Weise der modernen Abstraktion.
Trotzdem ist das wichtigste, was Seborovskis Werk zwingend erscheinen lässt, sein Kern aus poetischer Unaussprechlichkeit. Tatsächlich widersetzen sich einige ihrer Arbeiten vollkommen der Interpretation oder Klassifizierung. Die kleine, rosafarbene Kiste mit den schimmernden Metallknöpfen öffnet sich nicht, um ihr Geheimnis zu enthüllen. Das schwarze Oval mit den schnörkeligen Linien und sieben scharfen Spitzen ist ein absurdes, unerklärbares Objekt. Es ist beinahe schon surrealistisch und hat die Präsenz eines rituellen Fetisches. Dies trifft weniger auf die Arbeiten auf Papier zu, die sich viel natürlicher in eine anerkannte moderne Kategorie, die des abstrakten Bildes, einordnen lassen. Allgemein gesprochen ist jedoch klar, dass Seborovski ihre Bilder geistig nicht vorausberechnet; es scheint eher so zu sein, dass sie als Erscheinungen zu ihr kommen müssen, wenn sie in ihre Arbeit physisch vertieft ist., wenn der analytische Intellekt der empfangenden Intuition Platz gemacht hat. Ihre Beschäftigung mit Materialien und Prozessen ist eine Art meditativer Zwiesprache mit der materiellen Welt, die die Tür zu einer transzendenten Welt öffnet.; aus diesem Grunde verbinden sich jene zwei Bereiche in einer Art alchimistischen Hochzeit miteinander., was ihre Arbeiten auf so geheimnisvolle Weise verführerisch macht."
 
Auszug aus Ken Johnson: Transzendentaler Materialismus: Carole Seborovskis neue Arbeiten, 1991
Die Ausstellung wird von einem KATALOG begleited.

 
 
 
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