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Lucio Fontana

GALERIE KARSTEN GREVE PARIS CÔTÉ RUE

Ceramics
5. September - 7. November 2020
Vernissage, Samstag 5. September
14.00 bis 19.00
 
Die Galerie Karsten Greve freut sich, in Paris eine Einzelausstellung über die Keramikarbeiten von Lucio Fontana zu präsentieren. Karsten Greve, der den argentinisch-italienischen Avantgarde-Künstler seit 1977 vertritt und präsentiert, hat zu dessen internationale Anerkennung wesentlich beigetragen. Ceramics ist die zwölfte Einzelausstellung mit Keramikarbeiten, die er ihm widmet.

Gezeigt werden achtundzwanzig Keramikarbeiten aus der Zeit von 1936 bis 1961. Bei der Annäherung an die Keramik sagte Lucio Fontana zunächst: "Io sono uno scultore e non un ceramista" ("Ich bin Bildhauer, kein Keramiker"). Auch in seinen theoretischen Schriften kehrt er häufig zu seiner Position bezüglich der Keramik zurück und definiert sich vor allem als Bildhauer. Seine Studien zur Erforschung neuer Formen zielen genau darauf ab, eine Ausdrucksweise zu erreichen, die unabhängig von jedem konventionellen Formengebrauch ist. Lucio Fontana schuf figurative Objekte, die religiöse Themen darstellen, wie Kreuzigungen, Kreuzabnahmen und die Madonna mit Kind. Ferner schuf er Schlachtszenen und sogar Figuren aus der Commedia dell'arte. Zu den sogenannten Animalia gehören Keramiken in üppigen Formen, die von Meereslebewesen aber auch Flora und Fauna inspiriert sind. Glänzende Glasuren bedecken diese Objekte wie eine zuckerhaltige Kruste und schaffen so eine einzigartige phänomenologische Dialektik zwischen scheinbarer Weichheit und tatsächlicher Brüchigkeit. Dies verleiht den Skulpturen einen Anschein allgemeiner Zerbrechlichkeit, der in dramatischem Kontrast zur Aura der uralten Beständigkeit des Materials Ton steht. Auf der Schwelle zwischen Lucio Fontanas traditionellen Keramikarbeiten und den abigue-modernistischen als Concetti spaziali bezeichneten Kompositionen stehen die Concetti spaziali, Natura (1959), die er als große, eiförmige Tonklumpen formte und in variabler Gruppierung anordnete. Obwohl er vor allem für seine in den 1950er und 1960er Jahren entstandenen durchlöcherten Gemälde, räumlichen Umgebungen und zerschnittenen Leinwände bekannt ist, standen Tonmodellierung und Keramik immer im Mittelpunkt des künstlerischen Prozesses von Lucio Fontana.
 

 
 
 
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